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Data-Matrix-Code auf Membranventilen: Digitaler Zugriff auf Zertifikate und Produktdaten

Bürkert Fluid Control Systems erweitert sein digitales Angebot: Ab sofort werden erste Typen von Membranventilen mit einem Data-Matrix-Code (DMC) ausgestattet. Dieser 2D-Code nach IEC 61406-1 ermöglicht die eindeutige, maschinenlesbare Identifizierung jedes einzelnen Produkts. Gleichzeitig ist er die Grundlage für die Rückverfolgbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus und ermöglicht eine digitale Informationsübergabe zum Kunden. Wo heute noch mit viel Aufwand Unterlagen durchsucht, Lieferanten kontaktiert oder Seriennummern abgeglichen werden, vereinfacht der Code den Umgang mit Produktinformationen signifikant.

 

Ihre Vorteile: Digitale Zertifikate und Produktdaten per Scan

Der Data-Matrix-Code ist in der Industrie 4.0 aufgrund seiner Kompaktheit einer der bevorzugten Standards für die industrielle Kennzeichnung. Er sorgt dafür, dass relevante Informationen dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden – direkt am Produkt. Ein Scan genügt, um auf digitale Daten zuzugreifen, ohne zusätzliche Recherchen oder Medienbrüche. Der Vorteil: weniger Aufwand bei der Suche und eine einfache und effiziente Dokumentation.

Mithilfe des Data-Matrix-Codes können Sie als Kunde künftig direkt auf wichtige digitale Produktinformationen zugreifen:

  • Digitale Zertifikate und produktbezogene Dokumentation z. B. Materialzertifikate (3.1-Zeugnisse) für regulierte Anwendungen in der Pharma-, Lebensmittel- oder Wasserindustrie.
  • Strukturierte digitale Produktdaten auf Basis der Asset Administration Shell (AAS). Diese bündelt alle relevanten Produktinformationen in einem digitalen Paket – vom Typenschild bis zur technischen Spezifikation.
  • Ersatzteile und Zubehör mit der Möglichkeit, diese direkt zu bestellen.
  • Weiterführende Informationen wie z. B. How-to-Videos.
  • Weitere Dokumentation wie die Bedienungsanleitung und das Datenblatt.

Die Einführung des Data-Matrix-Codes und die digitale Bereitstellung von Zertifikaten und Dokumenten erfolgt schrittweise über verschiedene Produktgruppen hinweg.

Rückverfolgbarkeit in regulierten Industrien

In Branchen wie Pharma, Biotechnologie oder Lebensmittelproduktion spielt Transparenz eine zentrale Rolle. GxP-konforme Prozesse, FDA-Anforderungen und branchenspezifische Regularien verlangen, dass jedes medienberührende Bauteil eindeutig identifizierbar und seine Herkunft nachvollziehbar ist.

Der Data-Matrix-Code unterstützt genau diese Arbeitsabläufe. Er digitalisiert und vereinfacht Prozesse, die bisher manuell und papierbasiert abliefen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und erleichtert die Vorbereitung auf Prüfungen und Audits.

Praxisbeispiel: Effiziente Bereitstellung von Materialzertifikaten

Ein Pharma-Unternehmen rüstet eine Produktionsanlage mit Bürkert-Membranventilen aus. In den verschiedenen Schritten der Prozesskette wie z.B. Wareneingang oder Qualifizierung der Anlage müssen für jedes Ventil mehrere Materialzertifikate vorliegen. Bisher verursachte dies einen hohen Aufwand im Dokumentenmanagement: Bestellunterlagen durchsuchen, Lieferanten kontaktieren, Dokumente manuell zuordnen. Mit dem neuen Data-Matrix-Code genügt ein Scan mit dem Smartphone oder Handscanner – das Zertifikat wird sofort digital angezeigt und kann direkt in die Qualifizierungsdokumentation übernommen werden.

Verbindung zur Asset Administration Shell (AAS)

Der Data-Matrix-Code ist mehr als nur ein Zugang zu Zertifikaten – er ist ein wichtiger Baustein in Bürkerts Digitalisierungsstrategie. Über den DMC erhalten Sie auch Zugriff auf die Asset Administration Shell (AAS), die Bürkert bereits für über 50.000 Produkte bereitstellt.

Die AAS – auch Verwaltungsschale genannt – ist ein von der IDTA (Industrial Digital Twin Association) standardisiertes digitales Abbild eines Produkts. Sie vereint alle relevanten Informationen in einem maschinenlesbaren Format: vom digitalen Typenschild über technische Spezifikationen bis hin zu Dokumentationen. Damit bildet die AAS die technologische Grundlage für den Digitalen Zwilling in der Industrie 4.0 – und perspektivisch auch für den Digitalen Produktpass (DPP), der im Rahmen der EU-Regulierung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Durch dieses Format können die Informationen künftig von den IT-System abgerufen und erfasst werden.

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